i²L²med – innovatives und interdisziplinäres Lehr- und Lernzentrum Medizin in Düsseldorf
Im Rahmen der Initiative „Maßnahmen und Investitionsprogramm zur Verbesserung der Qualität der Lehre in der Medizin“ soll ein Neubau für ein innovatives und interdisziplinäres Lehr- und Lernzentrum Medizin „i²L²med“ errichtet werden in dem folgende Bereiche untergebracht werden:

  • Zentrum für Makroskopische und Klinische Anatomie mit Mikroskopie, Präp.-Saal und anatomischen Theater sowie diverser funktionsbedingter Vorbereitungsräume
  • Zwei Hörsäle und Seminarräume mit Foyer für größere Veranstaltungen
  • Trainingszentrum für Ärztliche Kernkompetenzen mit Simulationszentrum
  • Zentrum für digitales Lehren, Lernen und Prüfen (DLLP)

    Das Gebäude soll sowohl vom Uniklinikum Düsseldorf (UKD) als auch von der Heinrich-Heine-Universität (HHU) genutzt werden. Dem Ziel der Verzahnung von Theorie und Praxis folgend, bietet der aus dem Masterplan entwickelte Standort für den Neubau des i²L²med die Chance, sich als Bindeglied zwischen UKD und HHU zu positionieren.

Der Entwurf sieht den Neubau für das i²L²med als Solitär vor, der sich mit seiner Kubatur und Höhenentwicklung in den städtebaulichen Kontext und die Höhenentwicklung der Bestandsbauten integriert. Der Neubau besetzt den Standort mit seiner Architektur und Kubatur markant und vermittelt über seine gestaffelte Bauhöhe zur kleinteiligen Wohnbebauung im Osten des Areals.
Es ist eine zweiseitige Erschließung von Norden (Richtung UKD) und Süden (Richtung HHU) geplant. Über die Eingänge werden die Besucher in das kommunikative Herz des Gebäudes geführt in welchem wechselnde Aufenthaltsbereiche an den Erschließungszonen Möglichkeiten für Ausstellungen, Austausch und Eigenstudium ermöglichen.

Mit der Schaffung von offenen und introvertierten Räumen und funktional / kommunikativ gestalteten Flächen, findet hier die translationale Ausbildung ihre räumliche und inhaltliche Umsetzung. Dabei ist die Orientierung im Gebäude mit seiner zentralen Erschließung klar und einfach.
Alle Funktionsbereiche werden vom 3-geschossigen Atrium aus erschlossen. Zugleich ist die Erschließungslandschaft auch das kommunikative Zentrum des Hauses und dient als Ort für Ausstellungen, Austausch und Lehre.
Die Struktur der Erschließungszonen gewährleistet eine optimale Funktionalität und Nutzungsabläufe. Durch das galerieartige Foyer mit seiner kommunikativen Treppenanlage entsteht bereits beim Betreten des Gebäudes ein Raum, der zum wissenschaftlichen Gespräch einlädt. Dieses dialogorientierte Erschließungsprinzip findet sich in vielen Bereichen des Gebäudes in Form von Aufweitungen mit Sitzmöglichkeiten für gemeinsame Gespräche wieder.

Entlang der offenen Freitreppen zwischen EG und OG2 sind die räumlichen Angebote des informellen Austauschs und der offenen Lernangebote angeordnet. Die einheitliche Fassadensprache verleiht dem Ziel einer integrierten Ausbildung in einem Haus einen angemessenen architektonischen Ausdruck. Die Wandelbarkeit der Fassade steht für die Lebendigkeit der inneren Funktionsabläufe. Für die äußere Hülle ist eine vorgehängte Metallfassade mit vertikal angeordneten und horizontal gegliederten, gelochten Metallelementen in einem hellen Farbton (RAL 1035) geplant. Im Bereich der Fensteröffnungen sind die Fassadenpaneele als sonnenstandsnachgeführte, vertikal drehbare Großlamellen ausgeführt, welche zum Einen den Sonnenschutz für das Gebäude bilden, zum Anderen entsteht durch die individuelle Position der Lamellen ein spannungsvolles und individuelles Fassadenspiel. Je nach Tageslicht und Nutzungsanforderung verändert sich dieses rhythmische Fassadenbild und wird dadurch vom Betrachter differenziert wahrgenommen. Die Lebendigkeit und Dynamik der Gebäudenutzung spiegelt sich hier nach außen. Gleichzeitig fasst die geplante „Hülle“ in Ihrer einheitlichen Gestaltung die verschnittenen Einzelbaukörper mit Ihren verschiedenartigen Nutzungen zu einer Einheit zusammen.

Ansicht Nord
Ansicht Süd

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